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von Karl „Carlo“ Adam

„Geschichte, Politik und Zeitgeschehen“ – das fasst es eigentlich ganz gut zusammen. „Im Gegenlicht“ gibt es seit circa 2012, auch wenn einige Texte bis ins Jahr 2002 zurückgehen. Da es mich als Historiker und Politikwissenschaftler beruflich in die Wirtschaft verschlagen hat, lebe ich meine Faszination für die „öffentlichen Dinge“ und ihre Geschichte halt hier aus. Durch das regelmäßige Verfassen von Buchbesprechungen komme ich auch sehr gut an Rezensionsexemplare heran: Das bewahrt mich zum einen vor dem finanziellen Ruin und gibt mir andererseits Zeit, darüber nachzudenken, warum Neuerscheinungen grundsätzlich spannender sind, als das, was schon im Regal steht.

Ich bin seit 2003 Mitglied der SPD und meine Texte und Themen haben einen deutlich sozialliberalen Einschlag. Grundsätzlich bin ich ein Adept der liberalen Demokratie. Als solcher bin ich naturgemäß leidgeprüft und in tiefer Sorge angesichts des Aufstiegs politischer Kräfte, die die nach 1945 geschaffene Friedensordnung zunehmend in Frage stellen und ihre Konzepte aus der nationalistischen Mottenkiste beziehen. Meine Texte sprechen in dieser Hinsicht eine deutliche Sprache. Neben vielen Beiträgen zum Zustand meiner geliebten alten Partei schweife ich auch gerne ab in die Tiefen der griechisch-römischen Antike, sowohl in den Rezensionen als auch in der Reihe „Antike Gestalten“, in der ich Kurzbiografien zu ausgewählten Personen verfasse.

Besonders fasziniert mich die Spätantike, und zwar aus drei Gründen: 1. Die Epoche ist an sich spannend und bietet eine Vielzahl von herausragenden Geschichten und Charakteren, 2. Noch heute ist umstritten, warum das weströmische Reich untergegangen ist (oder wie man heute sagt, „transformiert wurde“), und 3., die zahlreichen Antworten, die auf diese Frage gefunden wurden, sagen mehr über die Zeit aus, in der sie gegeben wurden, als über die Spätantike. Aus solchen zeitlosen Überlegungen lassen sich viele Schlüsse ziehen, die auch für die Bewertung heutiger Ereignisse von Nutzen sind.

Seit 2018 habe ich den Blog für andere Autoren geöffnet, womit die Frequenz der Veröffentlichungen steigt. Wer sich grundsätzlich mit dem oben skizzierten Programm identifizieren kann, ist herzlich eingeladen, mitzumachen. Diskussionen zu den einzelnen Texten finden meist auf Facebook statt, wo sie ebenfalls veröffentlicht werden, aber auch hier auf WordPress könnte noch einiges mehr passieren.  Also dann – man liest sich.

März 2018